Ja zum sicheren elekronischen Rechtsverkehr

Die Piraten begrüssen die Pläne der Regierung und des Kantonsrats zur Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs bei Zuger Behörden. Dies vereinfacht den Behördenverkehr für viele junge Zuger, die täglich online sind. Ein grosser Vorteil ist der elektronische Rechtsverkehr ausserdem für Menschen, die oft unterwegs sind.

Der elekronische Ersatz für die eigenhändige Unterschrift muss aber auch effektiven Schutz vor Dokumentenfälschungen bieten. Dies vermögen Codes aufs Mobiltelefon nicht zu gewährleisten, denn Trojaner für solche Geräte sind mittlerweile auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Zudem kann diese Art des Unterschriftsersatzes später nicht mehr sicher nachvollzogen werden und ist somit für dauerhafte Rechtsbindungen ungeeignet.

Aktuell kann nur die SuisseID die nötige Sicherheit bieten, am besten in Kombination mit einem Smartcardleser der Klasse III mit eigener Tastatur um auch Trojanern auf dem PC möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Statt jetzt eine unsichere Lösung zuzulassen, sollte der Kanton Zug besser beim Bund vorstellig werden, damit dieser die qualifizierte elektronische Signatur möglichst bald und möglichst benutzerfreundlich in die Identitätskarte integriert.

Ein besonderes Anliegen ist den Piraten ausserdem, dass im Gegensatz zur aktuellen Situation beim Schriftverkehr mit den Zuger Gerichten auch der Rückweg berücksichtigt wird. Schreiben der Behörden an die Bürger sollen diesen elektronisch zugestellt werden, wenn sie dies wünschen. Damit lassen sich für den Staat Kosten und für den Bürger auch der Gang zur Post sowie die Ablage des Papiers sparen.


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